Manuel Tolle Google+

Heimarbeitsgesetz

Heimarbeitsgesetz

Erstmals wurde im Jahr 1911 ein Heimarbeitsgesetz herausgegeben, das sogenannte Hausarbeitsgesetz. Im Jahr 1939 und 1945 wurde dieses Gesetz als Heimarbeitsgesetz umbenannt und erhielt zusätzliche Inhalte und Regelungen zur Heimarbeit.

Die wichtigsten Inhalte

Schon in den 20er Jahren wurde geregelt, dass Personen, die in Heimarbeit tätig sind, ein Mindestlohn und das Recht auf eine Sozialversicherung zustehen. Heute beinhaltet das Heimarbeitsgesetz noch weitere Regelungen, um Heimarbeitsbetreibende zu schützen und ihre gerechte Bezahlung zu gewährleiten. So werden zusätzlich Stück- oder Stundenentgelte und auch Sonderzahlungen geregelt. Auch das Prinzip der Mindestlöhne besteht noch fort. Zudem wurde eine soziale Absicherung geschaffen, die gewährleistet, dass im Falle einer Krankheit, einer Kündigung oder einer Insolvenz der Firma die Arbeiter abgesichert sind.
 
Insgesamt gilt das Heimarbeitsgesetz für alle Heimarbeiter, Zwischenmeister, Hausgewerbetreibende und alle gleich gestellte Personengruppen. In der ergänzenden Rechtsverordnung zur Durchführung des Heimarbeitsgesetzes wird die Einrichtung sowie die Arbeitsweise von Heimarbeits- und Entgeltausschüssen geregelt, aber auch die Durchführung der allgemeinen Schutzvorschriften.

Vorteile des Heimarbeitsgesetzes

Durch die Heimarbeit kann einigen Personengruppen die Teilnahme am Erwerbsleben ermöglicht werden. Beispielsweise Frauen, die durch die Kinder an den Haushalt gebunden sind, können so nebenbei tätig werden. Durch die Heimarbeit können aber auch Auftragsspitzen von Firmen, die Heimarbeiter beschäftigen, besser bewältigt werden. Dadurch sind sie sehr flexibel und konkurrenzfähig. Durch das Heimarbeitsgesetz soll somit der Schutz der Heimarbeitenden gewährleistet werden. Die Regelungen beispielsweise des Mindestlohns und der sozialen Absicherung stellen die Bezahlung und beispielsweise das Recht auf eine Sozialversicherung sicher.
 
So werden Heimarbeitende hauptsächlich nach Stückzahl der von ihnen produzierten Produkte bezahlt, da die Arbeitszeit nicht durch die Firmen kontrolliert werden kann. Aber auch Sonderzahlungen werden im Heimarbeitsgesetz geregelt. Durch die Überwachung der Mindestarbeitsbedingungen von staatlichen Entgeltprüfern, wie Gewerbeaufsichtsämter oder Ämter für Arbeitsschutz, wird die Beachtung der Regelungen des Gesetzes gewährleistet. Hierdurch können unseriöse Arbeitgeber entlarvt und die Arbeitnehmer vor solchen Firmen geschützt werden. Zudem verbietet es das Gesetz, dass die Heimarbeiter die von ihnen produzierten Produkte selbst verkaufen müssen. Beachtet ein Arbeitgeber nicht die Regelungen des Gesetzes oder verstößt er dagegen, so kann ihm das Recht für die Beschäftigung von Heimarbeitern entzogen werden.

Anmeldung beim Gewerbeamt

Die Regelungen des Heimarbeitsgesetzes betrifft nur die Beschäftigung von Heimarbeitern, die durch einen Arbeitgeber beschäftigt werden. Grundsätzlich gilt hier, dass Heimarbeiter ihre Tätigkeit einmalig beim Gewerbeamt anmelden müssen. Sie müssen hier auch angeben, ob und welche Personen sie zusätzlich beschäftigen. Hierdurch sind sie somit als Subunternehmer für den Arbeitgeber tätig.

Fazit

Durch die Einführung des Heimarbeitsgesetzes wird der Schutz der Heimarbeiter durch gesetzliche Reglungen gesichert. Hierdurch werden die Sicherheit, die Seriosität und der Ertrag der Heimarbeit weiterhin gewährleistet.

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