Manuel Tolle Google+

Unselbstständige Heimarbeit

Unselbstständige Heimarbeit als Lohnarbeit

Bei dieser Arbeitsform wird die Lohnarbeit von einer selbstgewählten Arbeitsstätte oder auch von zu Hause aus betrieben. Der Arbeitgeber stellt dabei dem Heimarbeiter die nötigen Betriebsmittel für die Ausführung der Aufträge zur Verfügung.

Wichtige Infos zur unselbstständigen Heimarbeit

Wichtig zu nennen ist hierbei, dass der Arbeitgeber die Rechte an dem Produkt, welches durch den Arbeitnehmer gefertigt wird, erlangt. Bezahlt wird der Heimarbeiter entweder pro produziertes Stück oder in wenigen Fällen auch pro gearbeitete Stunde. Überwacht wird dies durch Gewerbeaufsichtsämter oder aber auch Ämter für den Arbeitsschutz, sodass die Mindestarbeitsbedingungen, wie sie im Heimarbeitsgesetz festgesetzt sind, eingehalten werden. Zudem muss der Arbeitnehmer sozialversichert werden, da seine Arbeit denselben Grundsätzen unterliegt, wie den Arbeitern, die direkt in der Firma arbeiten, auch wenn er nicht direkt in diese eingegliedert ist.

Vor und Nachteile der unselbstständigen Heimarbeit

Für Personen, die aus privaten oder anderen Gründen nicht in der Lage sind, in einer Firma direkt angestellt zu werden, ist es eine gute Möglichkeit, mit unselbstständiger Heimarbeit nebenbei Geld zu verdienen. Beispielsweise sind hier Frauen zu nennen, die aufgrund von Kindern an den Haushalt gebunden sind. Bei der unselbstständigen Heimarbeit können sie sich flexibel die Zeit selbst einteilen, was ein deutlicher Vorteil ist. Die vom Auftraggeber in Auftrag gegebene Arbeit muss jedoch zum vereinbarten Abgabetermin fertiggestellt werden. Häufig wird die unselbstständige Heimarbeit als 400 Euro Job angeboten, sodass hier ein regelmäßiges Einkommen gewährleistet wird. Ist dies nicht der Fall, so ist die unselbstständige Heimarbeit eine komplett versicherungspflichtige Tätigkeit, bei der der Arbeitnehmer sozial abgesichert ist.
 
Die Vorteile sind somit die Flexibilität und gleichzeitig die vertragliche Absicherung als Angestellter in einer Firma. Jedoch muss man auch vorsichtig sein bei der Suche nach einem passenden Arbeitgeber im Bereich der unselbstständigen Heimarbeit. Denn oft im Bereich der Montage- oder Bastelarbeiten gibt es schwarze Schafe. Wird beispielsweise eine Vorauszahlung verlangt, so handelt es sich meist um einen unseriösen Arbeitgeber. Auch wenn der Kontakt nur über eine Servicenummer erfolgen kann, fantastische Verdienstmöglichkeiten versprochen werden, man kaum Informationen über das Unternehmen erhält oder man die nötigen Produkte zum Ausführen des Auftrags selbst zahlen muss, ist Vorsicht geboten.

Unselbstständigen Heimarbeit: Heimarbeitsgesetz

Führt man unselbstständige Heimarbeit aus, so ist man gesetzlich durch das Heimarbeitsgesetz geschützt. Hier wird die Mindestbezahlung wie auch die soziale Absicherung geregelt. Zudem wird hier auch festgehalten, dass Arbeitgebern, die gegen dieses Gesetz verstoßen, das Recht entzogen wird, Heimarbeiter zu beschäftigen.

Fazit

Die unselbstständige Heimarbeit kann als sehr gute Alternative zu einem herkömmlichen Angestelltenverhältnis betrachtet werden. Hierbei kann man flexibel von einem selbst gewählten Arbeitsplatz aus arbeiten und die Vorteile der vertraglichen Absicherung in einer Firma gleichzeitig nutzen.

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