Manuel Tolle Google+

Werkstudent

Werkstudent - Studienfinanzierung?

Als Werkstudent bezeichnet man Studierende, die neben ihrem Studium einer Erwerbsarbeit nachgehen und damit ihre Studienerkenntnisse praktisch umsetzen oder ihren Lebensunterhalt verdienen. Ein Werkstudent hat häufig die Möglichkeit, in dem entsprechenden Betrieb oder Unternehmen eine Abschlussarbeit zu schreiben oder nach Studienabschluss übernommen zu werden.

Arbeitsbereiche

Grundsätzlich können Studierende in allen Bereichen arbeiten, die rechtlich nicht an eine bestimmte Qualifikation gebunden sind. Im Optimalfall arbeitet ein Werkstudent in einem Bereich, der an seine Studieninhalte angelegt ist und in dem er Praxiserfahrungen sammeln kann. Für einen Betrieb kann ein Werkstudent insofern ein wertvoller Angestellter sein, als dass dieser auch nach seinem Studium als qualifizierter Mitarbeiter weiterbeschäftigt werden kann. Speziell im wirtschafts- oder ingenieurwissenschaftlichen Bereich ist eine Tätigkeit als Werkstudent häufig üblich.

BAföG - Finanzielle Unterstützung für Studierende:

Abschlussarbeiten

Als Werkstudent erhält man in vielen Fällen die Möglichkeit, eine Bachelor- oder Master-Thesis, eine Diplomarbeit oder ähnliche Abschlussarbeiten direkt in Anlehnung an seine Tätigkeit im Betrieb zu schreiben. Entsprechende Unternehmen bieten hierbei häufig Hilfestellung. Oft wird die Möglichkeit einer Abschlussarbeit bereits in einer Stellenausschreibung als Werkstudent angegeben. Hierfür ist es entscheidend, ob die Tätigkeit eine fachliche Nähe zum Studium aufweist. In einer solchen Abschlussarbeit hat der Werkstudent die Möglichkeit, theoretische Kenntnisse mit ihrer praktischen Anwendung zu verknüpfen.

Rechtliche Rahmenbedingungen

Studierende sind als solche von der Abgabenpflicht zur Arbeitslosenversicherung befreit, gleichzeitig haben sie jedoch auch keine Ansprüche auf entsprechende Leistungen, solange sie an einer Hochschule immatrikuliert sind. Arbeitet ein Werkstudent pro Woche nicht mehr als 20 Stunden, ist er für diese Erwerbstätigkeit ebenso nicht zur Entrichtung von Beiträgen zur Kranken- und Pflegeversicherung verpflichtet, da er diese unabhängig vom Job direkt bei seiner Krankenversicherung leistet. Überschreitet der Verdienst für die Tätigkeit als Werkstudent nicht den Umfang einer geringfügigen Beschäftigung ("Mini-Job" / "450-Euro-Job"), können Studierende unter 25 Jahren über die Eltern in der Familienversicherung mitversichert werden und müssen keine eigenen Beiträge entrichten.
 
Wird diese Grenze jedoch überschritten, werden neben der eigenen Versicherungspflicht für Kranken- und Pflegeversicherung auch Beiträge zur Rentenversicherung fällig, die über das Gehalt abgerechnet werden. Wichtig ist: Wird die 20-Stunden-Grenze überschritten, gilt der Werkstudent bei der Krankenkasse als regulärer Arbeitnehmer und muss einkommensabhängige Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung entrichten. Diese 20-Stunden-Grenze gilt allerdings nur in der Vorlesungszeit. In den "Semesterferien" können Studierende auch in Vollzeit tätig sein.

Fazit

Ein Job als Werkstudent bietet die Möglichkeit, sowohl das Studium zu finanzieren als auch wertvolle Praxiserfahrungen zu sammeln. Zugleich sollten jedoch immer die Grenzen bezüglich Verdienst und Umfang der Tätigkeit berücksichtigt werden.

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