Manuel Tolle Google+

Minijob

Minijob - Was Sie unbedingt wissen sollten

Pauschal vom Arbeitgeber versteuerte Tätigkeiten bis 400 Euro werden auch als so genannter Minijob bezeichnet. Der Gesetzgeber führte diese Vereinfachung ein, um den Minijob von den sozialversicherungspflichtigen Einkünften der Arbeitnehmer zu befreien.
 
Für den Jobber ist das verdiente Salär brutto gleich netto und versteht sich ohne jeden Abzug. Der Arbeitgeber wählte beim Minijob eine pauschalierte Versteuerungsform. Ab einen Verdienst von 400,01 Euro/Monat ist der Job dann auch sozialversicherungspflichtig und es wird auch nicht mehr von Minijobs gesprochen.
 

Wie verhält sich das mit den Steuern beim Minijob?

Der Arbeitnehmer hat damit gar nichts zu tun, das Einkommen findet im Lohnsteuerjahresausgleich auch keine Berücksichtigung. Der Arbeitgeber führt über das an den Minijob Arbeitnehmer ausgezahlte Geld hinaus, rund 30,1% pauschalierter Abgaben an die Bundesknappschaft/Minijob Zentrale ab. Darin enthalten sind 15 % für die Rentenversicherung, 13 % für die Krankenversicherung, 2 % Pauschalsteuerabgaben und eine Umlage von 0,1 % nach dem Aufwendungsgesetz.

Kann ich einen Minijob als Nebenjob annehmen?

Ja klar, bis zu einem Einkommen von exakt 400 Euro monatlich, wirkt sich Einkommen aus einem Minijob auch nicht auf die Höhe des zu versteuernden Einkommens bei jedem Arbeitnehmer aus. Ein Minijob ist der perfekte Nebenjob für Personen, welche ein zusätzliches Einkommen erwirtschaften möchten oder müssen. Aber ein Minijob eignet sich auch unter Umständen für alleinerziehende Eltern oder Familienangehörige ohne festen Arbeitsplatz.

Sehr wichtige Hinweise zum Thema Minijob:

Wie findet ein Interessent denn einen Minijob?

Bei den Minijobs sieht es nicht viel anders aus, als bei den regulären Stellenausschreibungen. Annoncen in der Tagespresse oder Bekanntmachungen auf Webportalen weisen auf Minijobvakanzen hin, zusätzlich lohnen sich auch Blicke auf "Schwarze Bretter" in Einkaufszentren oder Hochschulen. Gute Anlaufstellen sind auch behördliche, kommunale und private Jobzentralen oder Jobvermittler. Auch für einen Minijob ist eine Bewerbung per eMail im Internet möglich, hier gibt es auch gute Tipps und Empfehlungen rund um Minijobs.

Bin ich im Minijob nun krankenversichert?

Es wird ja vom Arbeitgeber an die Krankenkasse Geld abgeführt, aber die Antwort ist ein klares nein. Aus der Zahlung erwächst kein direkter Anspruch für den Minijobber. Viele sind über eine beitragsfreie Familienversicherung mitversichert, das gilt übrigens auch für Personen über 18 Jahre, wenn diese sich noch in der Ausbildung (zum Beispiel Schule oder Studium) befinden. Alle anderen Minijobber müssen eine freiwillige Krankenversicherung abschließen, wenn die Voraussetzungen für die Familienmitversicherung nicht oder nicht mehr vorliegen und zur Zeit kein anderer, sozialversicherungspflichtiger Job ausgeübt wird.

Was passiert zur Jahreswende mit dem Minijob?

Die so genannte Arbeitsentgeltgrenze bei geringfügig bezahlter oder kurzfristiger Beschäftigung wird in der Bundesrepublik Deutschland zum 1. Januar 2013 von bisher 400 Euro auf 450 Euro angehoben. Es besteht für Minijobber ab 2013 eine versicherungspflichtige Beschäftigung für die Rentenversicherung, aber eine Befreiung davon ist in gewissen Fällen möglich.

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