Manuel Tolle Google+

Midijob

Midijob – steuerliche Vorteile

Der 450-Euro-Job oder auch Minijob genannt ist in Deutschland die bekannteste Form des Arbeitsverhältnisses, in dem man steuerbefreit arbeiten kann. Doch damit man ab 451 Euro nicht mit hohen Abgaben rechnen muss, hat der Bund die Möglichkeit des so genannten Midijobs geschaffen. Dieser schafft Arbeitnehmern auch noch steuerliche Vorteile, wenn sie 450 bis 850 Euro im Monat verdienen.

Geschichte des Midijobs

Früher ist es so gewesen, dass der Wechsel für einen Arbeitnehmer von einem Minijob, also von einem versicherungsfreien Arbeitsverhältnis, in ein versicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis sehr unattraktiv war. Obwohl man einen relativ kleinen Zusatzverdienst hatte, musste man die vollen Beträge für Kranken-, Renten- und Arbeitslosenversicherung zahlen.
 
So blieb von dem Zusatzverdienst nur ein geringer Anteil übrig. Der Sprung vor der Existenz der Midijobs war von 0 % Sozialabgaben auf ca. 21,5 %. Im Jahr 2003 wurde deshalb eine Gleitzone geschaffen. Diese liegt im Bereich von 450 bis 850 Euro Bruttoverdienst (vor 2013 zwischen 400 und 800 Euro). Innerhalb dieser Zone steigt die steuerliche Belastung des Arbeitnehmers langsam von ca. 11 % auf ca. 21 % an, sodass man in einem Midijob nicht sofort mit den kompletten steuerlichen Verpflichtungen belastet wird.

Ziele des Staates

Bei der Schaffung des Midijobs hat der Bund verschiedene Ziele verfolgt. So sollen zum einen Jobs attraktiver gemacht werden, deren Verdienst nur knapp über der Grenze des Minijobs liegt. Des Weiteren wird das Ziel verfolgt die Arbeit in einem Midijob durch Arbeitnehmeranteile an den Sozialversicherungen sozial abzusichern. Arbeitslose sollen zudem ermutigt werden eine Beschäftigung aufzunehmen. Den Sozialversicherungen werden durch die Midijobs weitere Beitragsquellen zu ihrer finanziellen Stabilisierung geboten.

Vorteile eines Midijobs

Der größte Vorteil für den Arbeitnehmer, der sich bei einem Midijob bietet, ist die verringerte Belastung durch die Sozialabgaben im Vergleich zu einem regulären Arbeitsverhältnis. Trotz der verringerten Beiträge ist der Arbeitnehmer dennoch vollständig durch das Sozialversicherungssystem abgesichert. Im Gegensatz zu einem Minijob sind die Jobber in einem Midijob besser in die Arbeitsprozesse eingebunden. Dies ist allein schon durch die höhere Arbeitszeit sichergestellt. Auch auf Arbeitgeberseite gibt es Vorteile. So betragen die Abgaben an die Sozialversicherungen nur etwa 20 %. Bei einem Minijob liegen diese noch bei etwa 30 %.

Fazit

Der Midijob ist eine vom Staat geschaffene Möglichkeit, auch Arbeitnehmern mit einem Einkommen von 450 bis 850 Euro faire Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt zu bieten. So müssen geringere Sozialabgaben gezahlt werden und der Sprung von einem Minijob in eine Arbeit mit höherem Verdienst fällt nicht mehr so schwer.

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