Manuel Tolle Google+

Mikrojobs

Mikrojobs

Das Prinzip, mit dem Anbieter von Mikrojobs werben, ist leicht erklärt: Aufgaben, die nur wenig Zeit in Anspruch nehmen, werden von ganz normalen Internetnutzern erledigt. Der Anbieter entschädigt für jeden getätigten Klick mit ein paar Cents. Schnell und unkompliziert Geld verdienen, so lautet die Prämisse.

Ein unschlagbares Geschäftsmodell

Aus rein wirtschaftlicher Sicht betrachtet, ist das Konzept zweifelsohne genial. Emails öffnen, Internetpräsenzen aufrufen, Kurztexte verfassen, so sehen gängige Mikrojobs in der Regel aus. Wenn die Aufgaben zügig erledigt werden, ergeben die Centbeträge sogar einen relativ ordentlichen Stundenlohn. Der zeitliche Aufwand ist dabei für den Mikrojobber frei wählbar, wer wenig tut, bekommt halt auch wenig Geld. Auch für die Firmen, die Mikrojobs anbieten, hat das System große Vorteile. Sie müssen sich keine Gedanken über relativ triviale Tätigkeiten machen, sondern können die lästigen Aufgaben bequem outsourcen. Dadurch, dass oftmals keine besondere Qualifikation zur Erledigung von Mikrojobs vonnöten ist, gibt es in der Regel auch stets genug Freiwillige, die für Kleinstbeträge bereit sind, diese Aufgaben zu erfüllen.

Mikrojobs – eine Win/Win-Situation?

Was auf den ersten Blick fantastisch aussieht, entpuppt sich beim näheren Hinsehen oftmals als ziemliche Mogelpackung. Nur, wer ganz besonders schnell arbeitet, kann nämlich die angepriesenen Stundenlöhne überhaupt erreichen. In den seltensten Fällen finden sich Mikrojobs, bei denen ein Stundenlohn von mehr als 5€ im machbaren Bereich liegt. Zudem sind die Regeln, nach denen eine Tätigkeit auch wirklich ausbezahlt wird, manchmal etwas undurchsichtig. Gerade bei Mikrojobs, für die keinerlei Referenzen verlangt werden, sollten die Erwartungen deshalb von vorneherein etwas gedämpft werden.

Die Alternative – besondere Mikrojobs

Eine Besonderheit im Bereich Mikrojobs stellen einige Internetseiten dar, auf denen Mikrojobber etwas umfangreichere Aufgaben zugewiesen bekommen, die logischerweise auch besser bezahlt werden. Wer gewissenhaft arbeitet und die gestellten Aufgaben zügig erledigt, kann mittels eines Bewertungsrankings aufsteigen und sich so für weitere Mikrojobs empfehlen. Einen Stundenlohn, wie bei einem normalen Nebenjob wird man zwar auch hier nicht erreichen, dennoch ist die Bezahlung deutlich fairer.
 
Manche Seiten bieten zudem die Möglichkeit einer Kompetenzüberprüfung, mit deren Hilfe der Mikrojobber seine besonderen Fähigkeiten unter Beweis stellen kann und sich für komplexere Aufgaben interessant macht. Gerade als Nebentätigkeit für Studenten, denen die zeitliche Unabhängigkeit in der Erledigung der Aufgaben zupass kommen könnte, ist diese Form der Kontostandaufbesserung somit nicht schlecht geeignet.

Fazit

Insgesamt lässt sich in Bezug auf Mikrojobs also ein gemischtes Fazit ziehen. Im Endeffekt kommt es aber immer auch darauf an zu wissen, wofür man seine Arbeitskraft zur Verfügung stellen möchte und die vorgefundenen Angebote gründlich zu prüfen.

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