Manuel Tolle Google+

Nebeneinkommen

Nebeneinkommen

Als Nebeneinkommen wird jeglicher Verdienst bezeichnet, der zusätzlich zu einer regulären Haupttätigkeit erworben wird. Dieser kann notwendig sein, um das Auskommen sicherzustellen. Er kann aber auch dazu dienen, sich kostspielige Hobbys, einen Urlaub oder andere Luxusgüter leisten zu können. Je nach Art des Nebeneinkommens sind aber auch diese Verdienste mit Steuern und Sozialabgaben verbunden.

Rahmenbedingungen für ein Nebeneinkommen

Ein Nebeneinkommen kann erwerben, wer bereits aus anderer Quelle über ein Haupteinkommen verfügt. Dieses muss nicht zwangsläufig aus Erwerbsarbeit stammen. Darunter fallen vielmehr auch Unterhaltsleistungen, Rentenzahlungen oder Förderungsgelder für eine Ausbildung oder ein Studium (BAföG, Stipendien). Diese bringen in vielen Fällen eine Zuverdienstgrenze mit sich.
 
Frührentner beispielsweise dürfen maximal 400 Euro pro Monat verdienen, damit ihnen nicht zugleich die Rente gekürzt oder gar gestrichen wird. Wer bereits hauptberuflich einer Vollzeittätigkeit nachgeht und noch ein Nebeneinkommen erwerben möchte, muss hingegen häufig einen zusätzlichen Job vom (Haupt-)Arbeitgeber absegnen lassen, da dieser einen Anspruch darauf hat, dass seine Angestellten sich ihrer Arbeit ausgeruht und konzentriert widmen.

Arten des Nebeneinkommens

Nebeneinkommen wird in der Regel durch einen Nebenjob erarbeitet. Der häufigste Fall ist hier der sogenannte Mini-Job, also ein Beschäftigungsverhältnis, in dem der Angestellte maximal 450 Euro pro Monat verdient, das für den Arbeitnehmer aber gleichzeitig keine Abgabenpflicht für Sozialversicherungsbeiträge mit sich bringt. Schüler und Studierende üben in vielen Fällen zeitlich beschränkte Tätigkeiten ("Ferienjobs") aus, in denen das Nebeneinkommen im Rahmen einer kurzfristigen Beschäftigung erworben wird. Als Nebeneinkommen können aber ebenso Einkünfte gelten, die nicht durch Arbeit im klassischen Sinne eingenommen werden. Wer gewerblich Waren verkauft, Kapitalerträge einnimmt oder Mietzahlungen für eigene Gebäude, Wohnungen oder Grundstücke erhält, erzielt somit Einkommen, das in der Steuererklärung zu deklarieren ist.

Einkommenssteuer

Grundsätzlich gilt: Wer ein Nebeneinkommen erhält, muss für dieses Einkommenssteuer abführen. Wird dieses Nebeneinkommen durch eine Erwerbsarbeit verdient, führt der Arbeitgeber diese direkt ab. Wird sowohl in der Haupt- als auch in der Nebentätigkeit auf Steuerkarte gearbeitet, werden für das Nebeneinkommen in der Regel eine andere Steuerklasse und damit mehr Steuerabgaben fällig, die man sich unter Umständen nach Abgabe der Steuererklärung teilweise erstatten lassen kann. Wer das Nebeneinkommen aus einer anderen Quelle bezieht, ist verpflichtet, dieses in der Steuererklärung anzugeben und entsprechende Einkommenssteuer gegebenenfalls nachträglich zu entrichten. Wer gewerblich handelt, unterliegt hierbei anderen Freibetragsgrenzen. In jedem Fall ist aber das gesamte Nebeneinkommen in der entsprechenden Erklärung aufzuführen.

Fazit

Wer zusätzliches Einkommen erwerben möchte, sollte zunächst die Zulässigkeit und eventuelle Zuverdienstgrenzen mit der Quelle abstimmen, aus der das Haupteinkommen stammt.

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